4. Dezember 2012, Treffpunkt 14:15 bei der Kapuzinerstraße, ausgerüstet mit warmen Schuhen und einer Taschenlampe.
Um uns einen Überblick zu schaffen, wo wir anschließend unter der Erde herum spazieren werden, sahen wir uns den Stollen zuerst "von außen" an. Der Bauernberg- eigentlich sieht er wie ein gewöhnlicher Berg aus, ein Spielplatz ist auch daneben, doch wenn man genau hinschaut, bemerkt man Luftschächte, die einen etwas in grübeln versetzen, wozu diese wohl gut seien. Mit dem Wissen, dass sich unter diesem "gewöhnlichen Felsen" ein riesiges Gängesystem befindet, erklärt es sich von selbst, dass von irgendwo ja frische Luft herein kommen muss.
Eine ganz normale Tür ist der Eingang zu dieser großen "Unterwelt".
Es riecht etwas muffig, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und das Gute (zumindest im Winter): Es hat in diesem Stollen konstant 10°C, also kam es uns momentan ja direkt warm vor. Jeder Besucher bekommt noch einen äußerst hübschen, weißen Helm und dann geht es los.
Eine, von in Linz insgesamt 11 geschulten Austria Guides, führte uns durch den Stollen.
Vereinzelt werden die langen Gänge von der Straßenmeisterei als "Ablagekammerl" genutzt, oder auch als Weinkeller.
Früher hatte dieser Stollen aber natürlich andere Zwecke. Ein "Luftschutzstollen"- ein Stollen, in dem man im 2.Weltkrieg vor Luftangriffen Schutz fand.
Der Stollen war nicht nur ein Ort der Zuflucht, sondern leider auch ein Ort des Grauens. Viele KZ-Häftlinge wurden hier untergebracht.
Abgesehen davon, war der Stollen den Umständen entsprechend aber sehr gut ausgestattet. Es gab Toiletten und Duschen und da die Menschen früher öfters viele Wochen hindurch in diesem Stollen bleiben mussten, gab es sogar eigene Geburtenstationen und Lazarette.
Was uns alle erstaunte - man konnte sogar mit den Fingern etwas von diesem- eigentlich als hart vermuteten- Gestein herunterkratzen. Sandstein. Dies erleichterte auch damals schon den Ausbau.
Die Führung war für uns alle sehr interessant, aber letztendlich war wirklich jeder froh, wieder ans Tageslicht zu kommen und "gute" Luft (soweit man das von der Luft in der Stadt behaupten kann) zu atmen.
FÜHRUNG im LIMONISTOLLEN
Linz - 04.12.2012
Zum Thema "Linzer Stadtgeschichte" setzte sich die Wahlpflichtfachgruppe Geschichte der 7. Klassen im BORG auch mit der nationalsozialistischen Vergangenheit von Linz auseinander. Nach dem Besuch des Linzer Stadtmuseums und einem zeitgeschichtlichen Spaziergang durch die "Patenstadt des Führers" stand für die geschichtsinteressierten BORG SchülerInnen auch eine Besichtigung des Limonistollens auf dem Programm. Der Limonistollen, auch Limonikeller genannt, war ein Luftschutzbunker unter dem Bauernberg in Linz. Der Stollen wurde ab 1942 von Zwangsarbeitern des NS-Regimes in den Sandstein getrieben und mit Ziegeln verkleidet. Durch dieses tief in den Bauernberg hineingetriebene und weit verzweigte Stollensystem wurden wir von Frau Studener geführt, die uns in der ca. 90 Minuten dauernden Besichtigung interessante Informationen und Hintergründe zum Limonikeller vermittelte.
Besuch des Limonistollen
Bericht Magdalena Krenn, 7ma; Fotos von Paul Sourdille, 7ma
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