Nach der Anreise mit dem Zug wurden wir vorerst in zwei Gruppen aufgeteilt um anschließend durch das Gebäude geführt zu werden. Viele erschreckende Details über das Haus machten die ganze Gruppe nachdenklich. Die Ausstellung war äußerst eindrucksvoll. Da das Schloss nach der NS-Zeit generalsaniert wurde sind nur noch wenige Vernichtungsräume im Originalzustand vorhanden. Die Ausstellung "Wert des Lebens" schildert jedoch auch wieder positive Aspekte und lockerte die Stimmung wieder auf. Zum Abschluss setzten wir uns noch mit Herrn Professor Weißhäupl in einen Raum um über die Eindrücke zu sprechen.
Schloss Hartheim war von 1898 bis 1940 eine Behindertenbetreuungseinrichtung geistig behinderter Menschen und wurde nach Beschlagnahme durch die NS-Behörden eine der sechs Euthanasie-Anstalten des Dritten Reiches. Zwischen 1940 - 1944 wurden nahezu 30.000 körperlich und geistig beeinträchtigte und kranke Menschen ermordet. Sie waren teils Patienten aus psychiatrischen Anstalten und Bewohner von Behinderteneinrichtungen und Fürsorgeheimen, KZ-Häftlinge sowie Zwangsarbeiter. 1944/45 wurden die Einrichtungen der Euthanasieanstalt abgebrochen die Spuren so gut es ging verwischt.
Nach 1945 wurde Hartheim Unterkunft für Flüchtlinge und Wohnstatt für die Betroffenen des großen Donauhochwassers. 1969 wurden vom Eigentümer, dem oberösterreichischen Landeswohltätigkeitsverein, zwei erste Gedenkräume eingerichtet. Auf Anfrage des Vereins Schloss Hartheim beschloss die oberösterreichische Landesregierung 1997, das Schloss vollständig zu renovieren und eine Ausstellung zum Thema "Wert des Lebens" einzurichten sowie die Gedenkstätte zu erweitern und neu zu gestalten. Im Laufe der Arbeiten wurden im Ostteil des Schlossgeländes menschliche Knochen und Aschereste sowie Habseligkeiten der Opfer und Überreste der Euthanasieanstalt gefunden. Die sterblichen Überreste wurden geborgen und im Herbst 2002 feierlich bestattet. Im Jahr 2003 wurde der neu geschaffene "Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim" mit der Sonderausstellung des Landes Oberösterreich "Wert des Lebens" und der Gedenkstätte eröffnet.
Schloss Hartheim
Alkoven - 15.10.2012
Am 15. Oktober diesen Jahres besuchten die 8z und die 8n das Schloss Hartheim bei Alkhoven. Dieses wurde vor allem deswegen bekannt, da es in der NS-Zeit als Eutanasieanstalt missbraucht wurde, zuvor wurde es jedoch als Behindertenbetreuungszentrum verwendet. Dieser Lehrausgang wurde von Herrn Professor Weißhäupl organisiert.
Nicole Grabner,8z
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