Zunächst stand das Anprobieren und Ausborgen der benötigten Schnorchelausrüstung von Mare Mundi auf dem Programm. Nach und nach zwängten sich Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte in die engen Neoprenanzüge, und die Vorfreude auf das Schnorcheln stieg immer weiter. Am Abend bezogen alle ihre Zimmer und erkundeten bei einem Spaziergang die Insel.
Besonders der Sonnenuntergang und das Meer waren ein großes Highlight.
Am zweiten Tag ging es dann so richtig los. Mit dem Boot fuhren wir am frühen Vormittag auf die unbewohnte Insel Plavnik. Dort erhielten wir eine ausführliche Schnorcheleinweisung. Dabei wurden Gruppen eingeteilt und das Buddy-System erklärt, damit alle sicher unterwegs waren. Wir ließen uns von der sehr kalten Wassertemperatur nicht abhalten und entdeckten viele spannende Meereslebewesen, wie zum Beispiel Seegurken oder Seesterne. Die geschulten Schnorchelguides tauchten außerdem einige Tiere an die Wasseroberfläche, sodass wir diese aus nächster Nähe betrachten und manche sogar vorsichtig anfassen konnten.
Nach dem Schnorcheln unternahmen wir eine Wanderung über die Insel. Dabei wurden die Unterschiede zwischen der subtropischen und der mediterranen Vegetationszone deutlich sichtbar. Wir machten uns auf die Suche nach Tarantel-Löchern und wurden sogar fündig. Ein besonderes Highlight war schließlich die Mako-Höhle. Zehn mutige Schülerinnen und Schüler wagten den Sprung in das nur 13 Grad kalte, aber glasklare Wasser – und das ganz ohne Neoprenanzug.Am dritten Tag wurde wieder viel geschnorchelt, diesmal jedoch direkt vom Boot aus an einer Steilwand. Dort herrschten aufgrund des fehlenden Sonnenlichts ganz andere Lebensbedingungen als an den sonnigen Küstenabschnitten. Deshalb gab es kaum Algen, dafür aber viele andere Lebewesen wie Meertomaten, Anemonen, Seeschwämme, Schriftbarsche und Nesselschnecken. Besonders beeindruckend war zu sehen, wie stark Lichtverhältnisse einen Lebensraum verändern können. Bei der Heimfahrt zogen drei motivierte Schüler mit einem Netz eine Planktonprobe, die anschließend im Institut unter dem Mikroskop untersucht wurde. Dabei lernten wir, welche wichtige Rolle Plankton im Meer spielt.
Am vierten Tag sind wir ziemlich bald nach dem Frühstück mit dem Bus zu einer schönen Stelle an die Küste gefahren, um uns die dort lebenden Tiere anzusehen. Dort mussten wir in Gruppen ein spezifisches Tier finden, um es dann den anderen Schulkollegen vorzustellen. Danach wurde wieder fleißig geschnorchelt und getaucht, bevor wir noch zum Abschluss des Ausflugs einen ausführlichen Vortrag über einige von den uns gefangenen Tieren bekamen. Am späteren Abend, kurz nach dem Essen, sind wir noch mit dem Boot nach Krk gefahren, wo wir dann ohne Aufsicht, in kleinen Gruppen, herumgehen und Souvenirs kaufen konnten.Der Donnerstag startete wie üblich um 7:30 Uhr mit dem gemeinsamen Frühstück. Um 9:00 Uhr machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zu einem neuen Küstenabschnitt, wo ein ganz besonderes Programm auf uns wartete. Die Biologen hatten das Spiel „Who am I“ für uns vorbereitet. Dabei handelte es sich um witzig gestaltete Rätsel-Fließtexte, durch die wir verschiedene Meeresbewohner erraten mussten. Sobald wir das Tier erraten hatten, ging die Suche los: Wir mussten das Lebewesen im Wasser fangen und vorsichtig in eine Plastikbox mit Meerwasser setzen. Anschließend hielten wir eine kurze, humorvolle Präsentation über unseren Fund und gaben die Box in der Runde herum, damit jeder das Tier aus der Nähe betrachten konnte.
Danach hieß es ein letztes Mal: Ab ins Wasser! Da der Donnerstag uns die letzte Gelegenheit zum Schnorcheln geboten hat, sprangen alle besonders motiviert ins Meer. Die Highlights des Tages ließen nicht lange auf sich warten, neben einem faszinierenden Meerhasen entdeckten wir sogar einen echten Oktopus! Diese besonderen Sichtungen waren, zusammen mit vielen anderen großartigen Unterwasserlebewesen, der perfekte und erfreuliche Abschluss für unsere Schnorchelexkursionen. Am selben Abend hieß es dann bereits Koffer packen, denn wir mussten uns für die Abreise am nächsten Tag fertig machen.
Am Freitag war die aufregende Woche schließlich vorbei. Nach dem Frühstück wurden die letzten Sachen verstaut, die Zimmer übergeben und wir traten die Heimreise an.
Die Meeresbiologiewoche auf Krk war ein unvergessliches Erlebnis, bei dem wir nicht nur viel gelernt, sondern auch als Gemeinschaft jede Menge Spaß hatten.
























