„Der Schulsprecher oder die Schulsprecherin soll eine Brücke zwischen den Schüler:innen und der Direktion sein“, erklärt unser Direktor Jürgen Eder. Wichtig sei, dass man nicht nur an die eigene Klasse oder den eigenen Zweig denkt, sondern das große Ganze im Blick behält. Nur so könne man die Anliegen der Mitschüler:innen sinnvoll vorbringen, Neues umsetzen, Probleme lösen und die gesamte Schülerschaft gut vertreten. Ein zentraler Teil der Verantwortung sei außerdem die Teilnahme an den SGA-Sitzungen – jenem Gremium, in dem Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte gemeinsam über wichtige Fragen des Schullebens entscheiden. „Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe“, betont der Direktor.
Schüler:innen, die schon etwas länger bei uns an der Schule sind, können sich noch gut an den von der Schüler:innenvertretung organisierten Kulturtag in der letzten Schulwoche erinnern. Das ist ein gutes Beispiel dafür, was ein engagierter Schulsprecher für die Schulgemeinschaft in die Wege leiten kann. Mitbringen sollte ein Schulsprecher gute kommunikative Fähigkeiten, etwas, das auch Direktor Eder im Interview mehrfach betont. Der Kontakt zwischen Schüler:innenvertretung und Direktion variiere von Jahr zu Jahr, im vergangenen Jahr sei er allerdings weniger intensiv gewesen als in den Vorjahren.
Auch die Schüler:innen selbst haben wir gefragt, was sie unter der Rolle des Schulsprechers verstehen. Die meisten waren sich einig: Der oder die Schulsprecher:in soll eine Brücke zwischen Schüler:innen und Lehrer:innen sein und die Meinungen sowie Bedürfnisse der Schülerschaft vertreten. „Es wäre gut, wenn der Schulsprecher regelmäßig Fragen an die Schüler stellt. So kann man die Bedürfnisse besser sammeln und darauf eingehen“, schlug ein Schüler vor.
Auf die zweite Frage, ob sie sich selbst vorstellen könnten, diese Position zu übernehmen, reagierten viele eher zurückhaltend. Sie betonten, dass die Aufgabe zwar spannend und wichtig sei, gleichzeitig aber auch mit viel Verantwortung verbunden ist. Viele fürchten, dass der zusätzliche Stress neben den schulischen Anforderungen zu groß wäre. „Man muss ja nicht nur gute Noten schaffen, sondern dann auch noch die Anliegen aller Schüler:innen vertreten – das wäre mir zu viel“, meinte ein Schüler.
Die Schulsprecherin vom letzten Jahr, Mona Wolf, beschreibt ihre Zeit als „spannende, aber auch anstrengende Erfahrung“. Sie erzählt, dass es deutlich mehr Arbeit war, als sie anfangs erwartet hatte. Trotzdem habe sie kleine Veränderungen bewirken können – auch wenn das oft schwierig gewesen sei, weil sich nicht alle Schüler und Klassensprecher dafür interessiert hätten, meint sie.
Im Amt des Schulsprechers oder der Schulsprecherin steckt unheimlich viel Potential für die Schulgemeinschaft. Und wir haben mit über 960 Schüler:innen und über 120 Lehrkräften eine große Borg-Gemeinschaft, die sich noch dazu auf zwei Standorte (Linz und Hagenberg) erstreckt.
Eine engagierte Schüler:innenvertretung ist wichtig und wertvoll - dafür braucht es mutige und engagierte junge Menschen!
Hast du Lust, Verantwortung zu übernehmen und unsere Schule mitzugestalten? Dann stell dich zur Wahl als Schulsprecher:in – wir freuen uns auf deine Ideen für das Borg Linz!

















